Piła wuchs aus einem alten Fischerdorf inmitten der Wälder am Fluss Gwda. Der industrielle Charakter der Stadt im Zusammenhang mit Holzverarbeitung hat in ihrem Namen eine Widerspiegelung (dt. Schneidemühl, pl. Piła - Säge). Die Stadt erhielt das Magdeburger Stadtrecht im 15. Jahrhundert, 1513 wurde es vom polnischen König Sigismund I dem Alten bestätigt. Piła blieb von Katastrophen und Kriegsverwüstungen nicht verschont. Im Jahr 1626 wurde die Stadt komplett niedergebrannt. Wieder aufgebaut, konnte sie der schwedische Armee während des Großen Nordischen Kriegs nicht widerstanden, am stärksten wurde sie aber im Siebenjährigen Krieg zerstört. Mit der ersten Teilung Polens war die Herrschaft der Polen in Piła zu Ende. In den Jahren 1807 - 1815 fand sich Piła in der Grenzen des Herzogtums Warschau, das ein polnischer Rumpfstaat war. Nach dem Fall Napoleons gehörte die Stadt zum Großherzogtum Posen (damals Teil von Preußen). Nach dem Ersten Weltkrieg blieb Schneidemühl in den Grenzen des Reiches. Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt ein wichtiges Zentrum der deutschen Rüstungsindustrie und Evakuierungsort für Deutsche aus den von den Alliierten bombardierten Industriegebieten des Dritten Reiches. Zu Beginn des Jahres 1945 wurde Schneidemühl zur Festung als Teil der Befestigungsanlagen der Pommerstellung erklärt. Als Folge der schweren Kämpfe lag die Stadt in Trümmern. Die Stadt wurde fast von Grund auf neu aufgebaut.