KIRCHE ST. STANISLAUS KOSTKA
Die älteste Kirche in Pila ist die Kirche St. Stanislaus Kostka. Dieses im neogotischen Stil gebaute Gebäude ist fast 120 Jahre alt. Die Kirche St. Stanislaus Kostka (ursprünglich evangelische Lutherkirche) wurde in den Jahren 1896-1897 als Kirche für die Protestanten aus der Bromberger Vorstadt erbaut. Der Autor des Bauprojekts war Kirchenprovisor und Stadtrat Friedrich G. Rademacher. Das einschiffige Gebäude, im neogotischen Stil ist auf einem rechteckigen Grundriss errichtet, der Uhrturm mit einer Kuppel bedeckt. Im Jahr 1909 wurde neben der Kirche ein Pfarrhaus gebaut. Das Gotteshaus diente als Garnisonkirche. Seit 1947 ist es die katholische Kirche, seit 1987 eine Pfarrkirche.

KATHOLISCHE KIRCHE ZUR HEILIGEN FAMILIE
Katholische Kirche, in den Jahren 1912-1915 im neobarocken Stil errichtet, im Grundriss zeigt się die Form eines Kreuzes. Auf der Westseite zwei Türme, von Kuppeln mit Laternen gekrönt. Dreischiffiger Innenraum, eine Basilika. Unter dem Chor eine Gedenktafel für den Pfarrer Adalbert Lenz, der den Bau der Kirche initiierte. Das Gotteshaus war ursprünglich eine Hilfskirche, seit 1945 ist es eine Pfarrkirche, wo die Salesianer Seelsorger sind. Die Orgel in der Kirche Zur Heiligen Familie ist das einzige Musikinstrument dieser Art in der Region. Sie stammt vom frühen zwanzigsten Jahrhundert, ist Beispiel des romantischen Stils im Orgelbau, und ihr Klang - ganz wichtig - hat sich seit der Zeit ihres Baus bis heute nicht geändert. Die Orgel hat pneumatische Traktur mit 32 Stimmen (darunter 3 lingual) und eine schöne, stilisierte Barockgehäuse.

PFARRKIRCHE ST. ANTONIUS
In der Pfarrkirche St. Antonius befindet sich eine sieben Meter hohe Christusfigur. Es ist das einzige Kruzifix in Europa, das aus einem Stück Holz geschnitzt wurde. 1929 erbaut, ist die Kirche ein interessantes Beispiel der Avantgarde-Architektur.

STANISŁAW-STASZIC-MUSEUM
In Piła ist Stanisław Staszic, einer der führenden Reformer und Gelehrten der polnischen Aufklärung geboren. Der Priester, Autor, Staatsmann und Philosoph, wurde als Geologe, Entwickler der geologischen Landkarte Polens berühmt. Er initiierte den Bau von Kohlengruben in Oberschlesien. Sein Haus ist ein wertvolles Museum, wo die Besucher sehen können, wie eine der prominentesten Figuren des achtzehnten Jahrhunderts lebte. Die früheste Erwähnung von Staszic stammt aus dem Jahr 1783, der älteste ikonographische Beweis aus dem Jahr 1878. Das Haus war Eigentum der Familie Staszic bis 1794, später gehörte es den anderen bürgerlichen Familien. Im Februar 1945 zerstört, wurde es 1947-1948 wieder aufgebaut. Das Museum wurde 1951 gegründet.
DAUERAUSSTELLUNGEN:
ÖFFNUNGSZEITEN:
Montag bis Freitag 9:00-16:00
Samstag-Sonntag 10:00-16:00
An Samstagen ist der Eintritt frei

BEZIRKSMUSEUM IN PIŁA
Einhundert Meter vom Staszic-Haus finden Się das Bezirksmuseum. Das Gebäude wurde vor 1878 errichtet. Seine Architektur weist Einflüsse des italienischen Villenbaus auf. Dieses Bauwerk ist für die Geschichte der Stadt von besonderer Bedeutung, weil es in den Jahren 1934 - 1939 das polnische Konsulat beherbergte und somit das einzige Eigentum des polnischen Staates in Piła war. Nach 1945 war es der Sitz mehrerer Institutionen, darunter des Amtsgerichts. Das Bezirksmuseum befindet sich hier seit 1997. Das Museum sammelt Gegenstände aus dem Bereich Archäologie, Volkskunde, Geschichte und Kunst, die in den Dauer- und Sonderausstellungen präsentiert werden.
DAUERAUSSTELLUNGEN:
ÖFFNUNGSZEITEN:
Dienstag-Freitag: 10:00-16:00
Samstag - Sonntag: 11:00-16:00

BAHNHOF
Die Anfänge der Eisenbahn in Schneidemühl gehen auf den 27. Juli 1851 zurück, wenn die Eisenbahnlinie Kreuz (Krzyż) - Schneidemühl (Piła) - Nakło (Nakel) - Bromberg (Bydgoszcz) eröffnet wurde. Sie war eine Teilstrecke der Preußischen Ostbahn. Dann wurde der erste Bahnhof errichtet, dessen genaue Lage heute leider nicht mehr bekannt ist. In den folgenden Jahren entstanden weitere Bahnverbindungen nach Flatow (Złotów; 1871), Posen (Poznań) und Neustettin (Szczecinek) (1879), Deutsch Krone (Wałcz; 1881) und Czarnikau (Czarnków; 1913). Schneidemühl wurde ein Eisenbahnknoten. Der heutige Hauptbahnhof wurde in den Jahren 1870-1874 gebaut. Das Gebäude ist zweistöckig mit vier Türmen. Der Haupteingang ist auf der Westseite, in den Jahren 1902-1903 entstand ein Fußgängertunnel, der den Bahnhof mit der Stadt verbindet. Zwischen den Bahnlinien in Richtung Dirschau (Tczew), Bromberg und Posen wurden zwei Lokschuppen mit einem Gebäudekomplex für die Wartung und Instandhaltung von Dampflokomotiven gebaut. In den Jahren 1917 und 1919 haben durch Schneidemühl J. Piłsudski und I.J. Paderewskidurchgereist. An diese Ereignisse erinnert eine Gedenktafel in der Bahnhofshalle. Am 9. Februar 1945 wurde der Bahnhof von den Sowjets eingenommen und nachdem die Kämpfe eingestellt wurden, wegen seiner strategischen Bedeutung schnell wieder in Betrieb genommen.
